„Die Zeit an der TO war für mich außerordentlich prägend. Es war ein wichtiger und schöner Lebensabschnitt. Es blieben physikalische und mathematische Grundlagen hängen, die eine sehr gute Vorbereitung für ein Ingenieurstudium boten.“

Welche Ausbildung haben Sie vor Ihrem Besuch an der TO absolviert?

Nach meinem Hauptschulabschluss habe ich eine Ausbildung zum Fernmeldeelektroniker bei der Fa. Siemens AG absolviert. Es war spannend, da zu dieser Zeit gerade die Relaistechnik durch Halbleiterbauteile ersetzt wurde. Rückwirkend gesehen wurden mir hier die meisten praktischen Fähigkeiten eingetrichtert, die mitunter immer noch hilfreich sind.

Wie sind Sie auf die TO aufmerksam geworden?

Da ich der Astronomie zugetan war und bin, wurde ich schon sehr früh Mitglied der Sternwarte Stuttgart. Dort tummelten sich allerdings viele Gymnasiasten und Studenten, mit denen ich physikalisch und mathematisch nicht mithalten konnte. Vor allem bei den Studenten (heute muss man ja Studierende sagen, aber es waren nur Jungs) hat mich auch deren freie Zeiteinteilung beeindruckt. Also wollte ich den „Ernst des Lebens“ noch ein wenig rauszögern, studieren und mehr von anderen Dingen erfahren. Wie ich dann auf die TO aufmerksam wurde, kann ich gar nicht mehr sagen. Ich habe nur grundsätzlich von der Möglichkeit des zweiten Bildungswegs erfahren und mich kundig gemacht, wie so was geht. Zur Aufnahme an die TO war es damals noch erforderlich, neben einer abgeschlossenen Berufsausbildung zusätzlich einen einjährigen Aufbaukurs zu absolvieren. Der fand immer samstags statt und wurde – sehr zu meinem Ärger – mit dem Zeitpunkt meines Abschlusses dann auch nicht mehr gebraucht. War aber trotzdem eine gute Vorbereitung für die TO.

Aus welchen Gründen haben Sie sich für die TO entschieden und nicht für eine andere Schule?

Da eine kaufmännische wirtschaftliche Orientierung für mich auf keinen Fall infrage kam, bot sich die TO an.

Was hat Ihnen während Ihrer Schulzeit besonders gut gefallen?

Es war ein tolles Rundumpaket. Ich habe es von Anfang an genossen. Allerdings auch die – gegenüber einer Lehre bzw. einer Berufstätigkeit – vorhandene Freiheit. Hier habe ich dann auch etwas übertrieben, wodurch meine anfänglich sehr guten Noten (während der Zeit des Nachholens der Mittleren Reife) später dramatisch nach unten gingen. Immerhin war ich in einem Alter, in dem man sich schon bewusst ist, dass man für sich selbst verantwortlich ist und nicht die Schuld bei den Lehrern sucht. Die waren nämlich durchweg klasse. Mein Eindruck war zudem, dass sie gerne an der TO unterrichtet haben. Entsprechend gut war auch das Verhältnis und die Stimmung. Mit einigen ehemaligen Klassenkameraden habe ich immer noch Kontakt. Bis vor einigen Jahren kamen viele von uns auch noch regelmäßig zum TO-Fest.

Hatten Sie während Ihrer Schulzeit bereits Kontakt zum Förderverein?

Ich meine (bin mir aber nicht sicher), dass der Verein zur Zeit unseres Ausscheidens gegründet wurde. Jedenfalls bin ich (wie einige meiner Schulkameraden auch) seither Mitglied.

Wie verlief Ihre akademische Laufbahn nach der TO?

Zunächst sehr schleppend, da ich unmotiviert ein Studium begonnen habe. Erst nachdem ich mitten im Studium zum Zivildienst eingezogen wurde, wurde mir bewusst, dass ich das Studium nicht erfolgreich fortsetzen kann, ohne endlich in die Gänge zu kommen. Auch habe ich über die Jahre erfahren, dass ich zwar vieles erreichen kann, aber nicht ohne etwas dafür zu tun. Also habe ich nach dem Zivildienst mit einem neuen Lebensabschnitt begonnen, der (fast) nur noch aus Lernen und Arbeiten bestand. Ab da verlief dann alles Weitere zur „vollsten Zufriedenheit“. Ich habe an meinem Studium der Bauphysik Interesse und Gefallen gefunden und war auch während des Studiums als Hiwi am Institut für Bauphysik beschäftigt. Dort kam ich mit der Forschungs- und der Laborarbeit in Kontakt, wodurch ich nach Beendigung des Studiums – nach einem praktischen Exkurs in die Ingenieurwelt – als Laboringenieur zurück an die Hochschule für Technik gekommen bin. Hier hatte ich das Glück, an einem europäischen Forschungsprojekt teilzunehmen und auch in diesem Rahmen zu promovieren. Dies war damals an Fachhochschulen noch nicht möglich, aber der Projektleiter bot mir an, die Promotion an seinem Institut, d.h. an einer englischen Universität, abzulegen (fachlich weniger ein Problem, sprachlich schon). Parallel dazu habe ich mit zwei Kollegen ein Ingenieurbüro gegründet, über das ich, neben meiner (reduzierten) Tätigkeit der Hochschule, ein paar Projekte im Jahr abwickeln kann. Das war es eigentlich auch schon, also nix wirklich Spektakuläres. Da ich in diesem Jahr in den Ruhestand gehe, wird auch nichts mehr hinzukommen. Rückblickend bleibt die TO-Zeit somit einer meiner schönsten Lebensabschnitte.


Eine kurze Übersicht über den Lebenslauf von Dr. Volker Fux:

  • Hauptschulabschluss und Ausbildung zum Fernmeldeelektroniker bei der Siemens AG
  • 1979 mittlerer Bildungsabschluss an der TO
  • 1982 fachgebundene Hochschulreife an der TO
  • Anschließend Studium der Bauphysik an der Hochschule für Technik (HFT) Stuttgart
  • Ingenieurtätigkeit u. a. im Fraunhofer-Institut für Bauphysik
  • seit 1993 an der HFT-Stuttgart im Studiengang Bauphysik
  • Promotion an der Loughborough University, England
  • Beteiligung an nationalen und internationalen Forschungsprojekten
  • Seit 2002 Geschäftspartner des Bauphysikbüros Seeberger + Partner
  • Ab 2025 im Ruhestand (Ende und Aus)

Das Interview hat Daniel Fink im April 2025 geführt.

„Die TO hat mir das notwendige Wissen und Selbstvertrauen gegeben, um an der Uni Physik zu studieren. Leider hat es wegen meinem verbesserungswürdigen Französisch nicht ganz für die allgemeine Hochschulreife gereicht.“

Welche Ausbildung haben Sie vor Ihrem Besuch an der TO absolviert?
Ich habe eine Ausbildung zum Kommunikationselektroniker mit Fachrichtung Informationstechnik bei der IBM Deutschland GmbH absolviert.

Wie sind Sie auf die TO aufmerksam geworden?
Mein Vater hat bereits an dieser Schule, damals hieß sie anders, sein Fachabitur nachgeholt.

Aus welchen Gründen haben Sie sich für die TO entschieden und nicht für eine andere Schule?
Zum einen da ich bereits ein positives Bild der TO durch meinen Vater hatte und zum anderen, weil die Schule auch für mich auf den ersten und zweiten Blick einen guten Eindruck gemacht hat.

Was hat Ihnen während Ihrer Schulzeit besonders gut gefallen?
Dass alle Klassenkolleginnen und -kollegen bereits vorher viele andere Dinge gesehen haben und alle mit anderen Erfahrungen und Perspektiven an die Schule gekommen sind.

Hatten Sie während Ihrer Schulzeit bereits Kontakt zum Förderverein?
Vermutlich, aber ich weiß es nicht mehr.


Eine kurze Übersicht über den Lebenslauf von Prof. Syn Schmitt:

  • 1991 Mittlere Reife: Realschule Weil der Stadt
  • 1994 Berufsausbildung Kommunikationselektroniker, Elektrotechnischer Berufskollegiat, Fachhochschulreife: IBM Deutschland GmbH und Gottlieb-Daimler-Schule Sindelfingen
  • 1996 Fachgebundene Hochschulreife: TO Stuttgart
  • 2002 Diplom in Physik und 1. Staatsexamen in Physik/Sport für Lehramt: Uni Stuttgart mit zusätzlichem Auslandsaufenthalt in Frankreich
  • 2006 Promotion zum Dr. rer. nat.: Uni Tübingen
  • 2012 Juniorprofessor: Uni Stuttgart
  • 2018 Professor: Uni Stuttgart
  • 2019 Gründung Institut für Modellierung und Simulation Biomechanischer Systeme

Das Interview hat Daniel Fink im März 2023 geführt.

„Dank der TO habe ich an Selbstbewusstsein und Willensstärke hinzugewonnen. Die dortigen Lehrkräfte haben uns überzeugend vermittelt, dass man viele Dinge lernen kann, die man sich zunächst nicht zutraut. Ihren Spirit gebe ich heute an meine Schüler*innen weiter.“

Was für eine Ausbildung hast Du vor Deinem Besuch an der TO gemacht?
– Fremdsprachenkorrespondentin (schulisch)
– Werkzeugmechanikerin (betrieblich / dual)

Wie hast Du von der TO erfahren?
Jemand aus den höheren Lehrjahren in meinem damaligen Ausbildungsbetrieb war an der Technischen Oberschule und hat es mal erwähnt.

Weshalb hast Du Dich für die TO entschieden und nicht für eine andere Schule?
Ich wollte Abitur auf dem zweiten Bildungsweg machen, da dieses Abitur nur zwei Jahre dauert, und für eine sozialpädagogische Oberschule habe ich leider nicht die notwendigen Voraussetzungen erfüllt, weil sie eine pädagogische Ausbildung voraussetzten. Weil ich eine technische Ausbildung gemacht habe, war die TO folglich für mich am naheliegendsten, auch, weil nur eine abgeschlossene Berufsausbildung vorausgesetzt wurde.

Was hat Dir an der TO ganz besonders gefallen?
Ich fand das freundliche Miteinander zwischen Schüler*innen und Lehrkräften und untereinander in der Klasse, die Qualität des Unterrichts, die engagierten Lehrkräfte und das rege Schulleben toll … Alles in allem gab es eigentlich nichts, was mir nicht gefallen hat.

Hattest Du mit dem Förderverein bereits Kontakt während Deiner Schulzeit?
Ja, aber erst gegen Ende der Schulzeit, als klar war, dass ich die TO und die Leute dort ansonsten so schnell nicht wiedersehen würde, außer beim Schulfest. Ich wollte gern den Kontakt halten, weil ich so gute Erinnerungen an diese zwei Jahre hatte und weil ich persönlich innerlich sehr gewachsen bin in den zwei Jahren und mich der Schule und allen Beteiligten sehr verbunden gefühlt habe.

Wie ging es für Dich nach der TO weiter?
Ich habe Englisch und Deutsch auf Lehramt studiert, das heißt Gymnasiales Lehramt. Ich wollte zwar bereits damals an die beruflichen Schulen, wollte mir aber möglichst viele Optionen offenhalten.


Eine kurze Übersicht über den Lebenslauf von Corinna Maier:

  • 2004 Mittlere Reife
  • 2004 – Juli 2006 Berufskolleg (Wirtschaftskorrespondentin für Englisch und Französisch)
  • August 2006 – Juli 2007 Berufliche Tätigkeiten als Vertriebsassistentin und Fremdsprachensekretärin
  • Juli 2007 – August 2008 unterschiedliche Jobs / Umorientierungsphase
  • 2008 – Januar 2012 Ausbildung zur Werkzeugmechanikerin bei ALLGAIER Werke (Werkzeugmechanikerin für Stanz- und Umformtechnik)
  • Februar 2012 – August 2013 Tätigkeiten als Instandhalterin und Assistentin in der Projektierung bei ALLGAIER Automotive
  • September 2013 – Juli 2015 Abitur auf dem zweiten Bildungsweg an der TO
  • Oktober 2015 – 2021 Studium (Bachelor und Master of Education) – Englisch und Deutsch
  • 2022 – Juli 2023 Referendariat / Vorbereitungsdienst für das höhere Lehramt an beruflichen Schulen
  • seit September 2023 Lehrerin an beruflichen Schulen, Gottlieb-Daimler-Schule 1 in Sindelfingen

Das Interview hat Daniel Fink im April 2025 geführt.

„Die TO ebnete mir den Weg für spannende und innovative Projekten in meinem Leben.“

Was für eine Ausbildung hast Du vor Deinem Besuch an der TO gemacht?
Ich habe eine Ausbildung zum Fachinformatiker absolviert. Begonnen habe ich im ersten Ausbildungsjahr in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung. Für die letzten zwei Jahre der Ausbildung habe ich in die Fachrichtung Systemintegration gewechselt. Der Grund für den Wechsel war ein Umzug von Hamburg nach Stuttgart, der es auch notwendig machte, den Ausbildungsbetrieb zu wechseln.

Wie hast Du von der TO erfahren?
Als sich meine Ausbildung dem Ende näherte, habe ich Möglichkeiten gesucht, mich weiterzubilden. Ich betrachtete das Abitur als eine Tür zu mehr Wissen. Bei meiner Suche bin ich auf unterschiedliche Wege gestoßen, das Abitur nachzuholen. Gesucht hatte ich im Internet und dort hatte ich auch die TO gefunden.

Weshalb hast Du Dich für die TO entschieden und nicht für eine andere Schule?
Entscheidend waren die Nähe zu meinem damaligen Wohnort sowie insbesondere die Ausrichtung der Schule auf den Schwerpunkt Technik. Ebenso hatten mich die positiven Erfahrungsberichte im Internet in meiner Entscheidung bestärkt.

Was hat Dir an der TO ganz besonders gefallen?
Besonders gefallen haben mir die Vielfalt sowie der einzigartige Zusammenhalt und die Unterstützung zwischen den Mitschülern und Mitschülerinnen. Ebenfalls hat mir gefallen, dass die Lehrer und Lehrerinnen uns immer motiviert hatten, die Lerninhalte über den Unterricht hinaus anzuwenden. Ich möchte mich an dieser Stelle bei meinen damaligen Mitschülern und Mitschülerinnen für die prägende und schöne Zeit bedanken! Ebenfalls möchte ich meinen damaligen Lehrern und Lehrerinnen für ihre Geduld danken!

Hattest Du mit dem Förderverein bereits Kontakt während Deiner Schulzeit?
Nein, während meiner Schulzeit hatte ich noch keinen Kontakt mit dem Förderverein.

Wie ging es für Dich nach der TO weiter?
Im Anschluss an das Abitur habe ich ein Bachelor-Studium an der Hochschule Esslingen in Angriff genommen. Der Studiengang, den ich gewählt hatte, war die Technische Informatik. Während des Studiums war ich auch sehr viel in der studentischen Selbstverwaltung auf Hochschul-, Landes- sowie Bundesebene tätig. Nach Abschluss meines Studiums habe ich begonnen, als Ingenieur bei einem Steinbeis-Transferzentrum tätig zu sein. Im Rahmen meiner Tätigkeit beim Transferzentrum unterstütze ich Unternehmen im Bereich der Automatisierungstechnik bei der Umsetzung von spannenden, innovativen Projekten. Neben der Arbeit bestreite ich ein Master-Studium mit dem Schwerpunkt Embedded Systems an der Technischen Akademie Esslingen. Darüber hinaus halte ich eine Vorlesung zum Thema Internet of Things an der Hochschule Esslingen.


Eine kurze Übersicht über den Lebenslauf von Janfabian Fabriczek:

  • 2004 – 2010 Realschule Nord
  • 2010 – 2011 Beginn der Ausbildung zum Fachinformatiker bei der Hospicom Healthcare Consulting GmbH
  • 2011 – 2013 Abschluss der Ausbildung zum Fachinformatiker bei der Steinbeis-Transferzentrum Rechnereinsatz GmbH
  • 2013 – 2015 Technische Oberschule Stuttgart
  • 2015 – 2020 Bachelor-Studium an der Hochschule Esslingen, Studiengang: Technische Informatik
  • 2020 – 2021 Entwicklungsingenieur beim Steinbeis-Transferzentrum Systemtechnik
  • Seit 2020 Master-Studium an der Technischen Akademie Esslingen, Studiengang: Embedded Systems
  • Seit 2021 Lehrbeauftragter an der Hochschule Esslingen
  • Seit 2022 Systemingenieur bei der Steinbeis Embedded Systems Technologies GmbH

Das Interview hat Daniel Fink im Dezember 2021 geführt.

„Dank der TO konnte ich mir den Traum einer wissenschaftlichen Laufbahn erfüllen.“

Was für eine Ausbildung hast Du vor Deinem Besuch an der TO gemacht?
Ich absolvierte eine Ausbildung zur Fachinformatikerin für Systemintegration – bis heute einer meiner besten Entscheidungen.

Wie hast Du von der TO erfahren?
Von der TO habe ich bereits als Kind durch meinen Vater erfahren. Er hat mir schon früh von seiner Zeit auf der TO berichtet und wie toll diese Zeit war.

Weshalb hast Du Dich für die TO entschieden und nicht für eine andere Schule?
Das war vermutlich, weil ich in die Fußstapfen meines Vaters treten wollte. Mein erklärtes Ziel war es, genau wie mein Vater in Mathematik und Physik mit der Note 1 abzuschließen. Das ist mir leider nur teilweise gelungen und ärgert mich zugegebenermaßen noch heute.

Was hat Dir an der TO ganz besonders gefallen?
Die Ebene, auf der sich Schüler und Lehrer begegnet sind, war einzigartig. Man hat jedem angemerkt, dass das klare Ziel das Abitur ist, dadurch waren sowohl wir Schüler als auch die Lehrer sehr motiviert. Zudem erinnere ich mich sehr gerne an heiße Schultage, an denen wir mit unseren Lehrern auch mal zum nahegelegenen Eiscafe Pinguin gelaufen sind. :)

Hattest Du mit dem Förderverein bereits Kontakt während Deiner Schulzeit?
Als Schülersprecherin bin ich vereinzelt in Kontakt mit dem Förderverein gekommen, primär bei der Organisation des jährlichen TO-Festes.

Wie ging es für Dich nach der TO weiter?
Ich habe mich für ein Studium der Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität Stuttgart entschieden und dort sowohl meinen Bachelor als auch meinen Master abgeschlossen. Aktuell promoviere ich am Institut für Luftfahrtsysteme im Bereich der domänenspezifischen Modellierung für sicherheitskritische Systeme aus dem Bereich der Avionik (Informatik in der Luftfahrt). Für mich ist das ein absoluter Glücksfall, da ich dabei mein Wissen aus meiner IT-Ausbildung mit dem Wissen aus meinem Ingenieurstudium verknüpfen kann.

Was planst Du für Deine weitere Zukunft?
Ich strebe eine wissenschaftliche Laufbahn an. Nach dem Abschluss meiner Promotion möchte ich als Post-Doc und später als Professorin arbeiten und akademischen Nachwuchs ausbilden.


Eine kurze Übersicht über den Lebenslauf von Vanessa Tietz:

  • 2009-2012 Ausbildung zur Fachinformatikerin für Systemintegration
  • 2012-2014 Abitur an der TO Stuttgart
  • 2014-2018 Bachelor-Studium der Luft- und Raumfahrttechnik
  • 2018-2020 Master-Studium der Luft- und Raumfahrttechnik
  • Seit Juli 2020 Promotion am Institut für Luftfahrtsysteme im Bereich domänenspezifischen Modellierungen für sicherheitskritische Systeme

Das Interview hat Daniel Fink im Dezember 2021 geführt.

„Angefangen habe ich mit einem schlechten Realschulabschluss und einer Gärtnerausbildung. Dank der TO war es mir möglich, mich für ein Biologiestudium zu bewerben, welches ich Anfang nächsten Jahres mit einem Masterabschluss beenden werde.“

Was für eine Ausbildung hast Du vor Deiner Zeit an der TO gemacht?
Ich habe Gärtner im Fachbereich Zierpflanzenbau gelernt. Im Laufe dieser Ausbildung stieg mein Wissensdurst stetig, sodass ich gegen Ende entschieden habe: Ich möchte Biologie studieren.

Wie hast Du eigentlich von der TO erfahren?
Ich habe gegen Ende meiner Ausbildung im Internet recherchiert, welche Möglichkeiten es gibt, das Abitur nachzuholen. Das Abitur war eine Zugangsvoraussetzung für ein Biologiestudium an der Uni Hohenheim. Während meiner Suche bin ich auf die Möglichkeit gestoßen, das Abitur über den zweiten Bildungsweg nachzuholen. Voraussetzung für diesen Weg war unter anderem eine abgeschlossene Berufsausbildung. Die hatte ich. So bin ich auf die TO-­Webseite gestoßen und habe mich beworben. Dann ging alles recht schnell: Ich kam direkt in die Oberstufe.

Weshalb hast Du Dich für die TO entschieden und nicht für eine andere Schule?
Das wichtigste Kriterium war der Anfahrtsweg. Ich konnte die TO innerhalb von 30 Minuten von zu Hause aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen, was sich als sehr vorteilhaft herausgestellt hat. Weiterhin war das Angebot der Hauptfächer an der TO für die Entscheidung maßgeblich. In den Naturwissenschaften sind Mathematik und Physik sehr wichtig. Einen Schwerpunkt in diese Richtung zu setzen, erschien mir sinnvoll. Bereut habe ich die Wahl nie!

Was hat Dir an der TO ganz besonders gefallen?
Besonders überzeugt hat mich die Fachkompetenz meiner LehrerInnen. Zudem konnte man sich mit jeder Lehrperson auf Augenhöhe unterhalten, sowohl während des Unterrichts als auch bei gemeinsamen Unternehmungen wie dem TO­-Fest oder auf Ausflügen. Dieser lockere Umgang mit der Schülerschaft ermöglichte es mir auch, mich in allen Fällen bei Problemen an die Lehrpersonen zu wenden. Deshalb hatte ich nie das Gefühl, mit meinen Sorgen allein zu sein.

Wusstest Du vom Förderverein bereits vor Deiner TO­-Zeit?
Bei der Suche nach Weiterbildungsangeboten im Anschluss an meine Ausbildung bin ich auf den Verein gestoßen. Ich erkannte gleich, dass die Mitglieder des Vereins der ehemaligen Schüler­ und Lehrerschaft entstammen. Der Grund dafür wurde mir an der Schule schnell klar.

Wie ging es für Dich nach der TO weiter?
Nach der TO bewarb ich mich an der Universität Hohenheim für ein Biologiestudium. Während des Grundstudiums konnte ich bisher erlangtes Wissen anwenden, festigen und erweitern. Spezialisiert habe ich mich im Fachbereich Botanik, wo ich mich in verschiedenen Disziplinen wissenschaftlich eingearbeitet habe.


Eine kurze Übersicht über den Lebenslauf von Alexander Primke:

  • 2007 Hauptschulabschluss mit anschließendem Werkrealabschluss
  • 2008 – 2011 Ausbildung zum Zierpflanzengärtner in Oberesslingen
  • 2011 – 2015 Fachhochschulreife und Fachabitur an der TO
  • 2015 – 2018 Bachelorstudium Biologie an der Universität Hohenheim
  • 2018 – 2020 Masterstudium Biologie an der Universität Hohenheim

Mittlerweile hat Alexander seinen Masterstudiengang abgeschlossen und arbeitet an der Universität Hohenheim. Das Interview hat Daniel Fink im Oktober 2020 geführt.

Ausbildung und Abitur an der TO waren für mich die Grundlage und die Möglichkeit meinen Berufswunsch, das Studium an der TH in Stuttgart, zu realisieren.“

Eine kurze Übersicht über den Lebenslauf von OStD Wolfgang Wirtky:

  • Mittlerer Bildungsabschluss und Ausbildung zum Werkzeugmacher
  • 1961  Abitur an der TO
  • Ab 1961  Studium des Maschinenbaus an der TH Stuttgart
  • 1966-1968  Referendariat Lehramt an Beruflichen Schulen
  • 1968-1978  Lehrer (StR – OStR – StD) an der Max-Eyth-Schule Stuttgart
  • 1978-1983  als Regierungsschuldirektor Personalreferent am Oberschulamt Stuttgart
  • 1983-2003  als Oberstudiendirektor Leiter der größten beruflichen Schule im Land, der Gottlieb-Daimler-Schule in Sindelfingen

„Ohne Empfehlung eines Berufschullehrers, ohne TO (…) hätte ich keine akademische Karriere verfolgen können. In der TO lernte ich vor allem herauszufinden, was ich kann und was die Welt der Wissenschaft und Wirtschaft bietet.“

Eine kurze Übersicht über den Lebenslauf von Prof. Dr. Ernst Messerschmid:

  • 1960  Abschluss der Volksschule in Reutlingen-Sondelfingen
  • 1960-1963  Ausbildung zum Flaschner und Installateur, parallel dazu in Abendkursen der Berufsaufbauschule Fachschulreife
  • 1965  Abitur an der TO
  • 1965-1967  Wehrdienst
  • 1967-1972  Studium der Physik in Tübingen und Bonn
  • 1972-1975  Gastwissenschaftler am CERN in Genf
  • 1975-1976  Universität Freiburg, Promotion zum Dr. rer. nat.
  • Ab 1978  am DLR, fliegt als Wissenschaftsastronaut
  • 1985  mit dem amerikanischen Space-Shuttle „Challenger“ für die D1-Spacelab-Mission
  • Ab 1986  ordentlicher Professor und Direktor des Instituts für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart, Dekan und Prorektor
  • Leitete in Köln das Europäische Astronautenzentrum der ESA
  • Derzeit befasst mit Strategien und Technologien für Missionen zurück zum Mond und weiter zum Mars

„Ausbildung und Abitur an der TO bedeuteten für mich den Aufstieg als Vertriebener in der Nachkriegszeit zu einer höheren Bildung und zum Studium mit allen akademischen Abschlüssen und Ämtern und allen Erfahrungen in der Hochschul- und Industrieforschung.“

Eine kurze Übersicht über den Lebenslauf von Prof. Dr. Paul J. Kühn:

  • 1955  Volksschulabschluss und Ausbildung zum Fernmeldetechniker Telefonbau
  • 1960  mittlerer Bildungsabschluss an der TO
  • 1962  fachgebundene Hochschulreife an der TO
  • 1962-1967  Studium der Elektrotechnik, Universität Stuttgart
  • 1972  Promotion Dr.-Ing.
  • 1973-1978  Lehr- und Forschungstätigkeit an den Universitäten Stuttgart, Erlangen, Siegen und bei AT&T Bell Laboratories, Holmdel, NJ. USA
  • 1981-2009  Lehrstuhl und Institutsleitung „Kommunikationsnetze und Rechnersysteme“, Universität Stuttgart
  • Aufsichtsrat bei den Firmen Krone AG, Bosch, Telekom AG
  • Viele nationale und internationale akademische Ämter und Ehrentitel

„Die Ausbildung in der TO eröffnete mir nicht nur vertiefte Einsichten in die Welt der Physik und Chemie. Auch Volks- und Betriebswirtschaftslehre waren für meinen beruflichen Werdegang wichtig. Zur eigenen Überraschung machte mich aber der Deutschunterricht mit Literaturgeschichte zum Vielleser.“

Eine kurze Übersicht über den Lebenslauf von Rolf Gühring:

  • 1973  Mittlere Reife, Ausbildung zum Elektroinstallateur
  • 1978  Abitur an der TO
  • 1985  Meisterprüfung Elektrohandwerk, tätig in der Firma der Eltern
  • 1986  Firma Gühring errichtet die erste netzunabhängige Photovoltaikanlage
  • 1989  Übernahme des elterlichen Handwerksbetriebes
  • 1990  Installation der ersten netzgekoppelten PV-Anlage
  • Seit 1991  Dozent am SolarEnergieZentrum Stuttgart
  • 1992  Öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger
  • 1996  Einrichtung der „letzten Solartankstelle vor der Autobahn“
  • 2009  Solarteur-Master